Einer meiner Freunde sucht sich aktuell sportliche Aktivitäten, um sein absolutes psychisches und physisches Limit herauszufinden. Ein längeres Gespräch dazu hat mich bewogen, das Thema weiter zu reflektieren.
Ist es gut, sein absolutes persönliches Limit zu kennen?
Vermutlich ja. Bis wohin kann ich gehen, wann ist wirklich Schluss und wie fühlt es sich davor an?
Ist es notwendig?
Vermutlich nicht. Wenn man sich aber den Verlauf der heutigen Zeit so ansieht, könnte man das Gefühl bekommen, dass es vielleicht noch wichtig werden könnte.
Aber du musst doch dein Potential kennen!
Ich laufe zweimal die Woche, ich mache zzweimal die Woche Krafttraining, im Winter rudere ich, ich fahre mit dem Rad. Alles in allem bin ich fitter denn je. Aber meine gesamtes Potential kenne ich nicht, ganz zu schweigen von meinen Limits.
Ich steigere mein Pensum kontinuierlich, natürlich. Allerdings in einem Maß, bei dem ich abschätzen kann, dass ich es auch schaffe.
Erreiche ich damit Höchstleistungen? Nein. Wäre mehr möglich? Ganz sicher.
Tatsächlich bin ich aber froh, es vor Jahren geschafft zu haben, regelmäßig Sport zu machen. Mit meinem jetzigen Pensum habe ich immer wieder mal mit Blessuren zu kämpfen. Würde ich den Sport noch exzessiver betreiben, führe das unweigerlich zu mehr Verletzungen. Meine Sorge dabei ist, aus der Regelmäßigkeit zu fliegen und ein Problem mit dem inneren Schweinehund zu bekommen.
Wie seht ihr das Thema? Kennt ihr eure Limits? Ist es überhaupt interessant für euch, sie zu kennen, oder habt ihr ähnliche Gedanken?

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