Eigener Mastodon-Server #2

Mittlerweile bin ich mit allen meinen Accounts auf den eigenen Mastodon-Server übersiedelt. Ich habe mich tatsächlich getraut. Aber einige Schritte habe ich davor noch gemacht.

Backup (& Restore)

Keine große Sache, aber so grundlegend sie auch ist, wird sie gerne „vergessen“. Das Backup. Mastodon hat hier eine gute Backup-Dokumentation, die kurz und bündig auflistet, was alles gesichert werden sollte.

Kurzerhand habe ich alle notwendigen Anweisungen in ein Skript gepackt, einen Cronjob eingerichtet und lasse mir die Backup-Dateien auf einen externen Server sichern. Zu guter Letzt bekomme ich einen Status der Arbeiten als Mail übermittelt.

Das ist aber nur die halbe Miete.

Ein Backup ist ja schön und gut. Aber funktioniert es auch?

Also die VM geschrottet, neu aufgesetzt und Backup wieder eingespielt.

Und läuft.

Relay-Server

Wie schon im letzten Beitrag erwähnt, habe ich einen Relay-Server eingetragen. Dieser sorgt dafür, dass Beiträge über Instanzen hinweg ausgetauscht werden. Das funktioniert für alles, das neu erstellt (evt. aktualisiert) wird.

Das bedeutet schlussendlich, dass ein entsprechender Server schnellstmöglich eingetragen werden sollte.

Account mit 2.000 Followern siedeln

Nachdem alles funktioniert, habe ich mienen größeren Account gesiedelt. Von den 2.100 Followern sind nicht ganz 2.000 geblieben. Es waren also auf jeden Fall schon einige nicht mehr existente Accounts mit dabei.

Es gab keinerlei Probleme und mit den vorhandenen Serverressourcen (siehe letzter Beitrag) ging das flott und problemlos vonstatten.

Wichtig ist vor dem Start, alle Daten aus dem alten Account zu exportieren.

Snapshot vor Änderungen

Wenn du selbst eine Instanz betreiben möchtest, dann such dir einen Anbieter, der ggf. Backups anbietet, aber zumindest die Möglichkeit, Snapshots zu setzen. So kannst du vor Änderungen/Installationen/Updates deines Systems den aktuellen Systemstand markieren und zurückspielen, sollte etwas schief gehen.

Verwende diese Funktion JEDES Mal. Auch bei kleinen Änderungen. Im schlimmsten Fall setzt du nämlich ein falsches Setting (in meinem Fall AllowRootLogin=false in der SSH-Konfig) und schon hast du hoffentlich ein funktionierendes Recovery-Feature.

Was ist anders?

Nun, bisher waren immer andere für die Administration des Systems zuständig. Schließlich muss es aktuell gehalten werden. Systemupdates sind einzuspielen, aber auch Mastodon ist zu aktualisieren.

Allerdings muss man auch mit Spam rechnen, Accounts sperren, es gibt Anfragen und möglicherweise muss man auch die Föderation mit anderen Instanzen einstellen.

Man hat also ein kleines Tamagotchi, das gehegt und gepflegt werden will.

Und nun?

Tja, nun hoffe ich, dass ihr mir alle schonungslos folgt 🙂

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