Gemeinsam, statt gegeneinander

Feuersbrunst die nach oben schießt

In meinem Beitrag No Facebook, no Instagram, no WhatsApp, no Meta gingen erwartungsgemäß die Wogen sehr schnell hoch (eigentlich auch im Beitrag über das Gendern). Jedoch nicht mit Meta-Kämpfern, sondern Gleichgesinnten.

Das ist eine Sache, die mir immer wieder negativ auffällt. Man steht auf derselben Seite und pinkelt sich trotzdem ans Bein. Egal, ob das nun irgendeinen halbwegs nachvollziehbaren Hintergrund hat, oder nicht.

Ist es, um sich moralisch noch höher zu stellen, etwas noch besser zu wissen, oder einfach nur des Diskutierens Willen? Ich weiß es nicht. Und wenn sonst schon nichts Sinnvolles dabei rumkommt, dann echauffiert man sich zumindest öffentlich um offensichtliche Tippfehler.

Auffällig ist, dass dies vorzugsweise innerhalb der Interessensgruppen Klimakatastrophe, Gleichberechtigung/Inklusion, pro Wissenschaft usw. stattfindet, niemals aber unter Klimakatastrophenleugnern, Verbrennerbefürwortern oder diversen Schwurblern.

Es wäre alles so viel leichter, würden die Menschen, die pro Wissenschaft, pro Vielfalt sind, zusammenhalten und sich nicht sich gegenseitig foulen.

Äußert Kritik sachlich, oder macht es euch im Privaten aus (Mail, Signal, Threema, whatever), aber liefert euch nicht ständig sinnbefreite Grabenkämpfe. Das bringt nur schlechte Stimmung und Streit in die eigenen Reihen. Wie will man da dann noch geschlossen Fake News und dergleichen gegenüber stehen?

Ich für meinen Teil wurde diesbezüglich wieder sehr sensibilisiert (danke dafür!). Vielleicht kann mein Beitrag das auch bei dir, liebe/r Leser*in, erreichen.

Kommentare

7 Antworten zu „Gemeinsam, statt gegeneinander“

  1. Avatar von Tommi

    Amen – darüber wollte ich mich in den kommenden Tagen auch noch auslassen. Denn es bringt nicht nur schlechte Stimmung, es schreckt auch viele ab, sich für die gute Sache öffentlich einzusetzen. Denn man könnte ja ein falsches Wort schreiben oder nicht zu 100% die Anforderungen erfüllen, um seine eigene Meinung äußern zu dürfen.

  2. Avatar von Anja Weinhold

    @hello
    "Wir sind die Volksfront von Judäa! Spalter!" Ich war 15 Jahre in der linken Szene unterwegs und das gabs quasi täglich. Wobei es ein Irrtum ist zu glauben unter Nazis und Konserven gäb es solche Ausereinandersetzungen nicht. Die machens nur nicht so öffentlich. Und gerade wir Deutschen sind einfach unverbesserliche Klugscheißer. "Kleines, streitsüchtiges Völkchen an der Grenze zu China" hieß es früher als Witz in der DDR. Der Westdeutsche ist aber genauso nervig.

  3. Avatar von Lorenzo

    Gut gesprochen, Häuptling! Ich stimme dir zu.

  4. Avatar von Holger

    Stimmt, liegt aber vielleicht eben auch daran, dass kritisch zu sein eben die Hauptgrundlage ist, wenn man im „Team Wissenschaft“ ist. Es ist eigentlich nur die Frage, wie man die Kritik äußert. Und da erinnere ich mich immer an eine Diskussion unter Historikern um die Jahrtausendwende herum, als es um die Frage ging, ob vor dem Hauptbahnhof Dresden 1989 (als die verschlossenen Züge von Prag gen Westen führen) Panzer da standen oder nicht. Ein Prof, ein Hiwi, ein Student haben sich in diesem Oberseminar so in Rage geredet, dass sie kurz vorm Stühlewerfen waren. Unflätige Worte, ok, gab’s öfter, aber fast Gewalt, daran erinnere ich mich heute noch. Und heutzutage ist das halt im Netz.
    Wären wir alle Team Hurraschwurbel, wir würden uns immer nur zustimmen, es gäbe gar keine Diskussion. (Deshalb sind doch die „sozialen Netzwerke“ zuvorderst mit Like Buttons und dann erst mit Kommentarfunktion ausgestattet…)

  5. Avatar von Horst Schulte

    Wenn „WIR“ das hinbekämen, hätten wir viel gewonnen. Dank für den Appell. Ich versuchs.

  6. Avatar von Herr Tommi

    Wieder ein Schritt in die richtige Richtung – körperlich, psychisch und radtechnisch. Die Woche brachte gute Termine bei Physio und Therapie, ein Kilo weniger auf der Waage und die Erkenntnis: Ich bin hypersensibel, was kleine Wehwehchen angeht – aber ich arbeite dran. Auf dem Rad war ich wieder täglich unterwegs, sogar bis zur Waal in den Niederlanden. Und selbst eine zunächst unangenehme Diskussion bei Mastodon endete versöhnlich. Es geht voran – mit jeder Pedalumdrehung. KW28/2025 Wieder ein Kilogramm näher an das Ziel gekommen – noch 29 Physio – 2 Termine, beide haben richtig was gebracht Psychotherapie – auch hier gab es einen guten Termin Ergebnis: Ich bin hypersensibel, was körperliche Wehwehchen angeht. Therapieversuch: Bei einem „Symptom“ sofort den Aufmerksamkeitsfokus auf etwas anderes, schönes lenken. Dem Kopf gar nicht erst die Chance geben zum Grübeln. Die ersten Tage der Woche war es wirklich kalt auf meiner Fahrrad-Feierabend-Runde Freitag nur eine kurze Radtour mit einem zweistündigen Kirmes-Besuch hier in Mülheim. Einfach nur da sitzen, Menschen gucken. War schön Eine Diskussion bei Mastodon gehabt, die erst doof war, dann gelöscht und auf sehr angenehme Art und Weise per Mail aufgeklärt wurde. Tolle Erfahrung mit allen Beteiligten. Die Jahresleistung auf dem Rad von 2022 habe ich nun auch geknackt, die lag bei 1510 Kilometern. Die Corona Jahre 2020 (3.314) und 2021 (3,846) werde ich aber vermutlich nicht erreichen. Aber mal abwarten. Diese Woche wieder 7 Tage auf dem Rad gesessen. Mal schauen, ob das nächste Woche auch so klappt. (Wetter?) Eine Radtour in den Niederlanden gefahren, wir fangen dort nun mit der Waal an, in Deutschland auch Rhein genannt. Gelesen Proxima Rising von Brandon Q. Morris Proxima Dying von Brandon Q. Morris Lesenswertes aus dem RSS-Reader: WordPress und das Fediverse No Facebook, no Instagram, no WhatsApp, no Meta Gemeinsam, statt gegeneinander Bilder der Woche

  7. Avatar von Angela Carstensen

    Danke, diese Nebenstreitereien sind strategisch echt ungünstig, vor allem, weil in den meisten Bereichen (Rechtsruck und Klima allen voran) eigentlich die Lage schon mehr als kritisch ist und da Zeit zu vertüdeln ist schon mehr als schade.

    Liebe Grüße
    Angela

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