Meine MP3-Medienbibliothek ist zurück

Screenshot der Rhythmbox Media Gallery

Früher, zu Zeiten des legendären Winamp, hab ich alle meine CDs auf MP3 konvertiert und so eine recht große Musikbibliothek geschaffen. Nach vielen Jahren Abstinenz ist sie wieder zurück.

Im Laufe der Jahre wurde die Verwendung der Bibliothek immer weniger. Es kamen immer weniger CDs hinzu und irgendwann fand die MP3-Bibliothek bei einem Rechnerwechsel vom Backup nicht mehr zurück auf den Computer.

Aufkommende Streamingdienste trugen viel dazu bei, meiner persönlichen (kuratierten!) Auswahl, keine Beachtung mehr zu schenken. Der oft kostenlose Zugang (im Gegenzug ein wenig Werbung) zu einer fast unlimitierten Welt an Musik war schon sehr verführerisch.

Aber wie wir wissen, ergibt das alles eine aufkommende Flut an Problemen. Die schöne-Blumenwiese-Illusion existiert nicht mehr und mit ihrem Verschwinden, muss man sich anpassen. Datenschutz und digitale Souveränität wurden und werden mir immer wichtiger. Nicht zuletzt streifen viel zu viele Unternehmen zwischen Musiker*innen und Hörer*innen Geld ein. Besser wäre es doch, bliebe mehr für die Künstler*innen.

Getrieben durch diesen Hintergrund begann ich vor einiger Zeit wieder vermehrt Vinyl und CDs zu kaufen. Für alte Musik gehe ich zudem auch gerne in den lokalen Plattenstore und wühle mich durch die Massen an Vinyl und CDs.

Nun habe ich meine alte MP3-Sammlung von einem Backup zurück auf mein NAS gezogen und streame Zuhause nun von dort.

Aber verdammt: Auch hier das Rabbit-Hole nicht weit. Cover-Informationen, aktualisierte Titel, verbesserte Qualität durch FLAC oder AIFF, lokales Streaming per UPnP/DNLA usw. Ich hab das alles schon verdrängt, was damals so an Arbeit in dieses Thema ging.

Aber ich lasse mich davon nicht beeindrucken und beginne klein.

Quelle Titelbild: https://wiki.gnome.org/Apps(2f)Rhythmbox(2f)Screenshots.html

Kommentare

6 Antworten zu „Meine MP3-Medienbibliothek ist zurück“

  1. Avatar von Frank der Schreibende

    Mir ging es so ähnlich. Vor unserem Umzug im Jahr 2012 habe ich auch die letzten CDs in MP3 konvertiert. Seit einigen Jahren nutze ich TIDAL als Streamingdienst, und die MP3-Sammlung lag nur irgendwo rum. Vor einiger Zeit begann ich die Sammlung wieder regelmäßig zu nutzen, erstaunlicherweise lag sie auf dem NAS rum, und dank Plex.tv habe ich meinen eigenen Streamingdienst mit meiner Sammlung.

  2. Avatar von mthie

    Ja, in diesem Rabbit-Hole stecke ich seit fast 2 Monaten fest. Sammlung aufräumen, Qualität verbessern.

  3. Avatar von D´r Fotograf

    @hello Ich habe mich auch mit dem Gedanken getragen, die Bibliothek auf der einen Seite wieder zu beleben und auf der anderen Seite auch auszubauen. Habe zwar immer CDs gekauft, aber sie zum Teil nicht mal ausgepackt, weil ich sie ja streamen kann.

  4. […] wusste es doch, dass das Auferstehen meiner MP3-Sammlung nur wieder in Arbeit ausartet. Und was soll ich sagen. Es hat sich […]

  5. Avatar von B-Tr3e
    B-Tr3e

    Die Metadaten, also Coverinfos etc., die du vermisst, gibt es natürlich auch bei MP3-, FLAC- oder AAC-basierten Bibliotheken. Alle gängigen Mediaformate besitzen relativ grosszügige Metadata-Blocks für die üblichen Stammdaten plus Cover-Images. Die kann man entweder in mühsamer Kleinarbeit mit Easytag und Konsorten taggen oder zB. Picard von MusicBrainz (musicbrainz.org das sind die freien Nachfolger der inzwischen kommerziellen OCDB) drüberlaufen lassen – und natürlich einen halbwegs aktuellen Player benutzen, der dergleichen unterstützt. (Ist das tasächlich Rhythmbox im Screenshot da oben? LOL, long time, no see…)

    1. Avatar von Norbert

      Jo, das ist Rhythmbox 🙂
      Nehme gerne Empfehlungen für Linux entgegen. Sowohl fürs Rippen als auch für Player.

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