Früher, zu Zeiten des legendären Winamp, hab ich alle meine CDs auf MP3 konvertiert und so eine recht große Musikbibliothek geschaffen. Nach vielen Jahren Abstinenz ist sie wieder zurück.
Im Laufe der Jahre wurde die Verwendung der Bibliothek immer weniger. Es kamen immer weniger CDs hinzu und irgendwann fand die MP3-Bibliothek bei einem Rechnerwechsel vom Backup nicht mehr zurück auf den Computer.
Aufkommende Streamingdienste trugen viel dazu bei, meiner persönlichen (kuratierten!) Auswahl, keine Beachtung mehr zu schenken. Der oft kostenlose Zugang (im Gegenzug ein wenig Werbung) zu einer fast unlimitierten Welt an Musik war schon sehr verführerisch.
Aber wie wir wissen, ergibt das alles eine aufkommende Flut an Problemen. Die schöne-Blumenwiese-Illusion existiert nicht mehr und mit ihrem Verschwinden, muss man sich anpassen. Datenschutz und digitale Souveränität wurden und werden mir immer wichtiger. Nicht zuletzt streifen viel zu viele Unternehmen zwischen Musiker*innen und Hörer*innen Geld ein. Besser wäre es doch, bliebe mehr für die Künstler*innen.
Getrieben durch diesen Hintergrund begann ich vor einiger Zeit wieder vermehrt Vinyl und CDs zu kaufen. Für alte Musik gehe ich zudem auch gerne in den lokalen Plattenstore und wühle mich durch die Massen an Vinyl und CDs.
Nun habe ich meine alte MP3-Sammlung von einem Backup zurück auf mein NAS gezogen und streame Zuhause nun von dort.
Aber verdammt: Auch hier das Rabbit-Hole nicht weit. Cover-Informationen, aktualisierte Titel, verbesserte Qualität durch FLAC oder AIFF, lokales Streaming per UPnP/DNLA usw. Ich hab das alles schon verdrängt, was damals so an Arbeit in dieses Thema ging.
Aber ich lasse mich davon nicht beeindrucken und beginne klein.
Quelle Titelbild: https://wiki.gnome.org/Apps(2f)Rhythmbox(2f)Screenshots.html


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