Reduziert die Hürden mit euch zu kommunizieren

Headerbild mit einem Mann vor einem Laptop, dem Schriftzug Blog und einigen Bubbles, die Kommentare symbolisieren sollen.

Die wenigsten Blogger:innen wollen einfach nur einen Beitrag raushauen und dann kein Feedback dazu bekommen. Aber manchmal wird die Kommunikation einfach unnötig erschwert.

Es kann so einfach sein …

Felder für Name, optionale Mail und Kommentar, abschicken und fertig. Das Feedback ist geschrieben, weiter geht’s.

Das ist der einfache Weg. Keine große Hürde. So kommentiere zumindest ich gerne.

Bist du ein Mensch?

Captcha! Jaja, da soll man irgendeinen sinnlosen Turing Test machen. Als Beweis, dass man doch ein Mensch ist.

Das ist dann schon einmal der erste Grund, warum ich auf einen Kommentar verzichte.

Zwar verstehe ich die Intention dahinter, aber es gibt für viele Blogsysteme Plugins, die Spam ganz gut erkennen (auch datenschutzkonform) und ins Nirvana befördern. Ohne kommentierfreudige Menschen zu behindern.

Log dich ein!

Log dich mit Google, mit WordPress, mit Mastodon, mit Bluesky mit Weiß-Gott-Welchem-Authentifizierungsprovider ein. Nur mit Account bist du ein Mensch und darfst kommentieren.

Auch hier klicke ich weg und behalte meinen Kommentar für mich.

Ich will mich einfach nicht immer und überall anmelden müssen, die Two-Faktor-Authentifizierung bemühen, nur um dann ein paar Zeilen los zu werden.

Nein, sorry.

E-Mail!

Wenn du keine Kommentare auf deinem Blog möchtest, dann ist ja einer Kommunikation per E-Mail nichts entgegenzusetzen. Auch das kann sehr unkompliziert angeboten werden.

Oder aber mit Verschleierungsplugins, bei denen man 10 Sekunden warten muss, bis einem die Mail-Adresse angezeigt wird.

Aber in den Metadaten der Webpage steht die Mail-Adresse dann im Plaintext, damit nicht die Maschine, aber der Mensch aufgehalten wird.

Screenshot vom WordPress Anti-Spam Plugin von CleanTalk. 
Ca. 10 Sekunden warten, bis eine Mail--Adresse lesbar wird.
CleanTalk – Antispam Plugin für WordPress

Wer seine Mail verschleiert, ich mir dann ewig ein Popup anschauen soll, der darf von mir keinen Kommentar per E-Mail erwarten.

Signal, Threema etc.

Wer keine Kommunikation per E-Mail möchte, kann doch auch einfach den Signal-Nickname oder die Threema-Id an seine Beiträge heften. Auch damit kann man schnell und halbwegs sicher miteinander in Verbindung treten.

Reduziert Hürden

Macht es den Menschen doch einfach, mit euch zu kommunizieren. Jede einzelne Maßnahme, die dieses Vorhaben verkompliziert reduziert die Kontaktaufnahmen drastisch. Wollt ihr das ohnehin nicht, dann entfernt doch einfach alle Möglichkeiten und ihr müsst dann keine aufwändigen Prüfmechanismen installieren.

Kommentare

21 Antworten zu „Reduziert die Hürden mit euch zu kommunizieren“

  1. Avatar von Daniel

    +1

    Gut und unaufgeregt zusammengefasst!

  2. Avatar von mthie
    mthie

    Bis heute verstehe ich den Drang nicht, eine E-Mail-Adresse für Kommentare abzufragen. Was bringt sie mir als Blogger?
    Du sammelst dann als Blogger persönliche Daten und müsstest entsprechend eine Datenschutzbestimmung haben, genauso wie ein entsprechendes Datenschutzkonzept.

    Als Betreiber einer Seite möchte ich eigentlich auch keine E-Mails versenden müssen, um jemandem, der bei mir kommentiert hat, mitzuteilen, dass ihm jemand geantwortet hat. Die Spam-Filter halten das nicht unbedingt für eine gute Idee.

    Deshalb gebe ich auch jeden Monat bei Blogs eine andere Mail-Adresse an und die alte wird ab dem 1. des Folgemonats gesperrt. Es ist eine gar furchtbare Angewohnheit, die Adresse auch noch als Mandatory-Feld anzugeben.

    1. Avatar von P. H.

      Och … gewisse E-Mail-Adressen geben durchaus schon einen Hinweis darauf, ob wir es mit Spam zu tun haben oder nicht. ;o)

    2. Avatar von Fg
      Fg

      Ich finds gut wenn man ne Email angeben muss. Es ist eine kleine psychologische (psychologisch, nicht technisch) Hürde zu wissen, dass das man nicht ganz anonym kommentiert.

  3. Avatar von Henning Uhle

    Ich habe heute einen Blogartikel gelesen, der kurz darüber aufklärte, dass man jetzt „wieder“ auf Kommentare per Email umgestellt habe. Das alles mit Schimpferei auf alles und jeden.

    Ich kann mit sowas nix anfangen. Dann macht doch einen Zettelkasten und belastet nicht das Internet. Das meine ich echt so.

    Aber guter Punkt: Ich muss mal bei mir gucken, ob ich unbedingt die Mail-Adresse einfordere. Denn das muss ja nicht.

  4. Avatar von Massimo

    sehr gut und ich stimme dem 100% zu. Ein WordPress Login ist für mich gerade an der Grenze, den Account hat man ja zu 99% als Blogger.
    Kommentare sind doch ein wichtiger Teil eines Blogpost.

    1. Avatar von Robert

      Das finde ich als WordPress-Ungläubiger auch schon schwierig. Login-Zwang lässt mich generell ganz schnell woanders hingehen.

      Norberts Text bringts doch auf den Punkt. Wie jemand kommentieren kann ist am Ende egal, solange es ohne Umwege möglich ist.

  5. Avatar von Tommi

    Kommentare sind für mich das Feature, das einen Blog zu einem Blog macht. Kann man anders sehen, keine Frage. Daher, Danke für den Artikel.

    1. Avatar von Norbert

      Das sehe ich genauso.
      Natürlich kann man seine Meinung hinausposaunen. Aber gerade Feedback kann so wertvoll sein und helfen, die eigene Sichtweise zu reflektieren, was dann natürlich der eigenen Weiterentwicklung zuträglich ist.

  6. Avatar von Christiane

    Ich blogge nun schon einige Jahre, mehr oder minder durchgängig- anderes Thema. Aber Captcha und Co. habe ich noch nie gebraucht.
    Das Spamplugin von WordPress läuft sehr zuverlässig und es ist einfacher im Back-End die zwei Klicks zu tätigen, als irgendwelche Ampeln anklicken zu müssen oder eine eMail zu schreiben.

    Das die eMail angegeben werden soll/muss, finde ich persönlich nicht so schlimm, sogar gut. Manchmal kriegt man doch keine schönen Kommentare, dann kann man per Mail kommunizieren oder so.

  7. Avatar von Frank der Entspannende

    Vielen Dank für den Artikel. Ich hatte zwar in meinem „About“-Bereich E-Mail, Signal und Threema mit Adressen und Links aufgeführt. Dein Artikel hat mich jedoch dazu angeregt, die Angaben direkt auch ins Autorenprofil, das direkt unter Beiträgen erscheint, aufzunehmen.

  8. Avatar von Rausgerufen

    Oder wie, Norbert Eder titelt, Reduziert die Hürden mit euch zu kommunizieren. Kommentare in einem Blog, sind toll oder etwa nicht. Auf einem Blog sind…

  9. Avatar von Robert

    Oder wie, Norbert Eder titelt, Reduziert die Hürden mit euch zu kommunizieren. Kommentare in einem Blog, sind toll oder etwa nicht. Auf einem Blog sind…

  10. Avatar von b30

    … ja / nein / vielleicht? Ich bin ja eher Team „ja“ und meistens optimistisch. Denn manchmal, aber nur manchmal, steht in den Kommentaren auch…

  11. Avatar von Denis

    Bei mir funktioniert die Kommentierung per Mail, über einen Link zum mailto:. Alternativ kann man mich auch über Mastodon anfunken.

    Meine Erfahrung ist, dass diese Mails oft sehr werthaltig sind. Es wird sich intensiv darüber Gedanken gemacht, was mir mitgeteilt wird. Die Formulierungen sind sehr präzise, oft sind Sätze dabei, die sich mir einprägen und Wertschätzung ausdrücken. Ich mag das sehr und werde das nicht ändern.

    Und da sind wir wieder beim Kernpunkt: Blogs sind individuelle Kunstwerke. Ob Kommentare dazu gehören oder nicht, ist Geschmacksache. Ob die auf der Seite statt finden oder nicht, auch.

    Mir geht diese permanente Metadiskussion auf die Nerven. Lasst die Leute doch einfach mal machen, wie sie das möchten. Ihr wollt ja auch nicht, dass man euch reinredet, wie ihr bloggen oder euer Blog gestalten sollt.

  12. […] Artikel von c0d1​.eu und raus​ge​ru​fen​.de spre­chen eine deut­li­che Sprache: Wer Feedback möch­te, […]

  13. Avatar von Lothar
    Lothar

    Ein Blogbetreiber welcher sich nicht mit Kommentarfunktionen kümmern möchte welche moderiert werden müssten, könnte ja auch einen Fedivers Link auf einen Activity Pub Artikel zu diesem Blogbeitrag setzen. Dann kann jeder in eigener Verantwortung zum Beispiel einen Kommentar per Mastodon senden. Da es nicht auf der Seite des Blogbetreiber ist braucht der Blogbetreiber auch nicht moderieren.

  14. Avatar von Robert

    Ich verstehe nicht, dass hier noch diskutiert werden muss. Quintessenz des Posts ist: „Lass die Leser kommentieren oder nicht aber wenn, dann ohne Umwege.“. Da bringt es doch nichts die Kommentarspalte hier mit „Aber aber bei mir…“ zu füllen.

    Ich hab das in meinem Blog gemacht, wo es meiner Ansicht nach hingehört. Da bin ich zu Hause und darf auch nölen und schimpfen. Heißt ja nicht, dass mein Gesabbel der Weisheit letzter Schluss ist…

  15. Avatar von Erik

    Ich finde diese ständige Einloggerei bei WordPress.com-Blogs auch sehr nervig, aber wie Massimo schon geschrieben hat, ist es bestimmten Themen unvermeidbar.

    Ich schreibe ja gerne Kurzgeschichten. Die anderen Schreiber haben fast alle einen WordPress.com-Blog. Wenn ich da nicht kommentieren würde, wäre ich quasi unsichtbar.

  16. Avatar von Jenny
    Jenny

    Was mich vom Kommentieren abhalten würde, wären Blogs, auf denen es heißt „Kommt zum Kommentieren auf meinen/unseren Discord-Server.“

    Denn immer, wenn ich das lese, denke ich mir: „Herzlichen Glückwunsch zum IQ einer Tennissocke. Es ist nicht dein/euer Discord-Server, denn Discord ist nicht open-source und kann nicht auf einem eigenen Server installiert werden.“

  17. […] Oder wie, Norbert Eder titelt, Reduziert die Hürden mit euch zu kommunizieren. […]

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