Sportwagenbauer Porsche meldet 91,4 Prozent Gewinneinbruch. Ich bin ja verwundert, dass es überhaupt so lange gedauert hat. Was sagt man, seien die Gründe?
Schon 2024 hatte sich ein scharfer Gegenwind für die Schwaben angedeutet, im vergangenen Jahr kam es noch dicker. Die Geschäfte in China stockten, die Zölle in den USA kosteten viel Geld und die Elektromodelle des Unternehmens fanden deutlich weniger Anklang als erwartet.
Tja, in China wird eben nur noch Elektro gekauft. Wer ein aktuelles chinesisches E-Auto mit einem E-Auto aus dem Hause VAG verglichen hat, der greift eben zum China-Import. Aus sehr vielen Gründen.
Die angeführten Zölle sind ein interessanter Punkt. Immerhin lieferte Porsche 2025 einen Verkaufsrekord in den USA. Möglicherweise hat ihnen diese Region sogar noch den verbleibenden Gewinn gerettet.
Bleibt am Ende doch der verschlafene Technologiewechsel und die nicht konkurrenzfähige (Software-)Plattform. Gerade die Softwareplattform und die Geschichte dahinter sind ja ein ganz eigenes Juwel: VW richtet Software-Tochter Cariad neu aus: Mehr Kooperation, weniger Eigenentwicklung. Klingt nicht so, als würde die Softwareentwicklung gut laufen, also lagert man sie nach China und in die USA aus. Läuft aber wohl immer noch nicht, sagen zumindest die 2,2 Milliarden Euro Verlust 2025. Immerhin besser, als die 2,4 Milliarden Euro Verlust 2024. Hochgerechnet ergibt das schwarze Zahlen in 12 Jahren.
Die aktuelle Öl-Situation führt zudem dazu, dass das Interesse an Elektroautos weiter steigt. Da sehen die Zahlen in Deutschland und Europa für die VAG noch ganz passabel aus, weltweit hat die VAG kein E-Auto unter den Top 10.
Etwas Weitblick hätte der VAG gut getan, aber auch der Politik. Möglicherweise regelt der Markt also doch.

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