Wir haben hier in Österreich die ID Austria. Das ist quasi meine vom Staate Österreich anerkannte digitale Signatur, mit der ich rechtsgültig Dokumente unterfertigen darf und damit mich als Person eindeutig identifiziere.
Nun schicke ich einer österreichischen namhaften Versicherung die Kündigung einer Polizze. Das Dokument wurde als PDF und signiert per E-Mail an meine zuständige Betreuerin übermittelt.
Zwei Tage später erhalte ich folgendes Schreiben der Versicherung:
Um Ihren Änderungswunsch durchführen zu können, benötigen wir noch folgende Unterlagen:
− Eine Kopie eines aktuellen, gültigen amtlichen Lichtbildausweises (Vorder- und Rückseite).
Als Versicherungsunternehmen sind wir verpflichtet, im Leistungsfall die Identifikation des
Versicherungsnehmers vorzunehmen.
Achtung: Wir machen darauf aufmerksam, dass wir auf Grund von FMA – Bestimmungen
abgelaufene Ausweiskopien nicht akzeptieren können.
(Um die Ausweiskopie zuordnen zu können, ersuchen wir Sie auf jeden Fall Ihre
Polizzennummer auf der Kopie zu vermerken.)
− Das von Ihnen vollständig ausgefüllte Identifikationsformular (siehe Beilage).
Ich soll also eine Kopie meines Lichtbildausweises anfertigen, darauf die Polizzennummer schreiben und das dann an meine Versicherung schicken. Zusätzlich soll ich ein Identifikationsformular ausfüllen, das alle meine persönlichen Daten nochmals enthält und offensichtlich ausschließlich dafür da ist, abzufragen, ob es sich bei mir um eine politisch exponierte Person handelt.
Leute, meine Kündigung enthält eine rechtsgültige digitale Unterschrift. Diese bestätigt meine Identität, beglaubigt vom Staat Österreich.
Was soll dieser ganze Aufwand? Glaubt ihr, ich hab nix Besseres zu tun, als zig Formulare auszufüllen und eine Kopie meines Lichtbildausweises durchs Internet zu schicken?
Da will man eigentlich weniger ranten und dann passiert dauert so ein Schwachsinn …


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